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LED Beleuchtung von Tennishallen

Tennis stellt als sehr schnelles Spiel hohe Anforderungen an die Sehleistung der Spieler. Das Licht in Tennishallen sollte deshalb wenig Schatten erzeugen, weit-
gehend blendfrei sein und den deutlichen Kontrast zwischen Ball und Hintergrund unterstützen.

Damit Tennisspieler beim Blick auf hoch fliegende Bälle nicht geblendet werden, sollten sich direkt über dem Spielfeld keine Leuchten befinden. Auch die Decken-
fläche bis zu drei Meter hinter der Grundlinie muss frei von Leuchten sein, da die Sportler hier sehr oft, insbesondere beim Aufschlag, nach oben schauen. Üblich
ist 
daher die Anordnung der Leuchten parallel zu den Längsseiten des Spielfeldes. Tennishallen wurden in der Vergangenheit großteils mit einer
Beleuchtungsanlage, 
bestehend aus 10 asymmetrisch abstrahlenden Gasentladungsleuchten, ausgestattet. Diese Leuchten bestanden aus jeweils einer 250W
Metalldampflampe (weißes 
Licht) und einer 400W Natriumdampflampe (gelbes Licht). Inklusive des Strombedarfs der beiden Vorschaltgeräte liegt die
Anschlussleistung einer solchen Leuchte 
bei mindestens 750W. Eine typische 2-Feld Tennishalle hat somit eine Anschlussleistung von 15kW (20x750W).

Durchschnittlich ausgelastete Tennishallen kommen in der Wintersaison (meist von Mitte Oktober bis Mitte April) auf eine Einschaltdauer von 2000 Stunden. Das
ergibt 
einen Stromverbrauch von beachtlichen 30.000kWh. Eine Umrüstung auf die moderne LED Technik lohnt sich, neben den lichttechnischen Vorteilen, vor
allem auch 
aus wirtschaftlichen Gründen.

Beispiel ASKÖ Tennishalle in Weiz

Bei der ASKÖ Tennishalle in Weiz handelt es sich um eine 2-Feld Anlage mit 10 Leuchten (750W Gasentladungslampen) pro Feld. Diese wurden durch die 
hocheffiziente Lightbase LED Leuchte "Lydia" mit 240W Anschlussleistung ersetzt. Neben der hohen Lichtausbeute von 140lm/W liegt der Vorteil dieser Leuchte
in dem 
niedrigen Blendwert und der hervorragenden Lichtverteilung.

Nachdem an den beiden Stirnseiten der Halle relativ große Glasflächen (Fenster und Glaspaneele) vorhanden sind, war es naheliegend, beide Felder auch
mit einer 
Konstantlichtregelung auszustatten. Messungen haben gezeigt, dass an einem sonnigen Herbsttag die Leuchten bei einer Mittelung über 6 Stunden
auf einen Dimmwert von 50% herunterregeln. Mit 
dieser intelligenten Lichtregelung lässt sich insbesondere bei sonnendurchfluteten Hallen zusätzlich zum hohen
Wirkungsgrad der Leuchten weitere Energie 
einsparen.

Die Fakten am Beispiel ASKÖ Tennishalle Weiz:
- Reduktion der Anschlussleistung von 750W auf 240W je Leuchte, entspricht 68% Energieeinsparung.
- zusätliche Tageslichtregelung erhöht das Einsparungspotential von 68% auf ca. 72%.
- Trotz der hohen Energieeinsparung erhöhte sich die Beleuchtungsstärke von Em 490lx auf 570lx.
- hohe Gleichmäßigkeit der Beleuchtung  auf der Spielfläche (g1: 0,72)
- geringer Blendwert durch großflächigen Lichtaustritt der Leuchte 
- volle Lichtstäke sofort nach dem Einschalten 
- keine Einschaltverzögerung nach dem Ausschalten der Leuchten 
- angenehmes, flimmerfreies Licht